Philosophie & Zucht
Nachhaltige
Pferdezucht
auf Schröters Hof
Hinter jedem Pferd, das Schröters Hof verlässt, steckt eine Geschichte, die wir vollständig kennen und verantworten. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Haltung, die wir seit Jahrzehnten konsequent leben.
Zucht mit Wissen und Verantwortung
In unserer kleinen Zucht haben alle Pferde Familienanschluss. Sie sind menschenbezogen und werden mit viel Wissen und Herz aufgezogen und ausgebildet. Die Fohlen werden schonend und behutsam abgesetzt, die Erziehung und Ausbildung erfolgt unter Wissen des Pferde- und Lernverhaltens mit viel Liebe und möglichst stressarm.
Die gesundheitliche Entwicklung wird von Anfang an und stetig mit einem wachen Auge begleitet, um ggf. früh korrigieren zu können. Eine bedarfsgerechte Fütterung, regelmäßige Entwurmung und Impfung sind bei uns selbstverständlich.
Was uns bei der Anpaarung leitet
Stuten & Hengstauswahl
In unserer kleinen aber feinen Pferdezucht züchten wir mit ein bis zwei Stuten und wohl überlegten Anpaarungen. Unsere Stuten haben wir selber geritten und ausgebildet. Wir kennen Ihre Stärken und Schwächen, Kooperationsbereitschaft, Dominanzverhalten, Bewegungsabläufe und Charakterzüge genau, das hilft sehr bei der Auswahl eines passenden Hengstes. Leistungsbereitschaft, eine aktive Hinterhand und der Ausgleich der Stuten-Schwächen stehen dabei weit über Farbwahl oder der Nutzung von Jung- und Modehengsten.
Fohlen
Unsere Fohlen wachsen mit „Familienanschluss“ und dem Umgang mit dem Menschen auf. Sie erhalten von klein an eine Grunderziehung und lernen früh Basics wie Führen und Hufschmied. Die Fohlen werden, insbesondere in den ersten Lebenstagen und -wochen, auf harten Boden bewegt und gehalten. Das beugt Fehlstellungen vor bzw. korrigiert diese und festigt Sehnen, Bänder und Gelenke. Sobald wie möglich gehen Stuten und Fohlen dann in der altersgemischten Herde auf die Weide.
Absetzen
Abruptes Absetzen, oft sogar mit Trennung von Stute, Herde und gewohnter Umgebung, kann schwere psychische Traumata und Verhaltensauffälligkeiten erzeugen, die das Pferd ein Leben lang begleiten. Darum legen wir besonderen Wert auf das schonende Absetzen der Fohlen. Die Stuten werden immer wieder stundenweise von den Fohlen getrennt, bspw. zum Füttern. Im Herbst bleiben die Fohlen in ihren gewohnten Gruppen, während die Stuten in die Stutengruppe nebenan ziehen.
"Die Zeit, die jedes Pferd braucht" – bei uns keine Floskel
Vorbereitend auf das Anreiten fangen wir mit etwa drei Jahren mit der Gewöhnung am Boden an. Hier arbeiten wir zu Anfang an der Pferd-Mensch-Kommunikation, Respekt und Vertrauen spielen hier die Hauptrolle.
Für die Gewöhnung an Sattel, Trense und später Reitergewicht sind das wichtige Voraussetzungen, die das Anreiten sehr viel stressfreier und einfacher gestalten. Da von Anfang an pferdegerecht mit den Pferden umgegangen wird, fällt ihnen das Lernen sehr leicht. Sie arbeiten motiviert und neugierig.
Diese Art Arbeit und die Zeit, die den jungen Pferden gegeben wird, schaffen eine Vertrauensbasis, die für den kompletten weiteren Umgang mit dem Pferd wichtig ist. Die Pferde erhalten bei uns eine Grundausbildung und gehen ggf. noch zur Turniervorstellung in Beritt.
Pferdegerechte Ausbildung in der Praxis
Im Training macht die vierjährige Emilia fein mit. Mit der jungen Stute befinden wir uns am Beginn der Ausbildungsskala, so dass Sie in unserem Trainingsvideo vergeblich auf eine stramm dahin strampelnde Sportmaschine warten werden.
Die Ganasche ist offen, die Anlehnung ist im Entstehen, die Muskulatur kommt ins Tragen. Langsam bekommt sie mehr Tragkraft, kann die ersten Angalopp aus dem Schritt und hält die ersten erweiterten Tritte.
After Work
Auch das ist Teil unserer Ausbildung: Ruhe und Vertrauen im täglichen Handling. Ein junges Pferd, das sich vertrauensvoll und zufrieden am Putzplatz fertig machen und abspritzen lässt, selbst wenn ein unheimlicher Schlauch im Hintergrund über den Hof gezogen wird.
Ehrlichkeit und Zeit – die Basis für eine gute Partnerschaft
Wichtig ist uns, dass Pferd und Reiter wirklich zusammenpassen. Deshalb nehmen wir uns bereits beim Kennenlern-Gespräch viel Zeit: Wie reiten Sie? Was sind Ihre Ziele? Was bringen Sie mit – und was braucht das Pferd, um sich weiterzuentwickeln?
Charakter, Stärken und Möglichkeiten des Pferdes werden benannt. Fragen können gestellt werden. Wir kommunizieren Preise oder Preisspannen (da sich die Pferde schnell weiter entwickeln) und verzichten bewusst auf das in der Branche übliche 'Preis auf Anfrage', so weiß der Käufer von vornherein, über welchen Preisbereich man redet, denn für viele Käufer ist das – wohl oder übel – eine grundsätzliche Frage.
Zeitdruck gibt es bei uns nicht. Alles kann gefragt werden, wir kennen unsere Pferde so gut, dass der Kunde bei uns Informationen bekommt, die weit über “der ist immer brav und hat drei überragende Grundgangarten” hinausgeht. Genauso viel Zeit nehmen wir uns für ein Kennenlernen oder Probereiten. Pferde werden gemeinsam mit dem Interessenten aus dem Stall geholt und fertig gemacht.